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Gehen mit dem weißen LangstockStatistik

Die Statistik des Österreichischen Zentralamtes zeigt, wie viele Menschen eigentlich eine Sehbeeinträchtigung haben.

Im Juni 1995 wurde im Mikrozensus zum dritten Mal (1976, 1986, 1995) in Österreich eine Erhebung über Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen durchgeführt. Publiziert in Heft 1276, herausgegeben vom Österreichischen Statistischen Zentralamt 1998.

7.800 Österreicher sind praktisch blind, 4.600 sind vollblind

7.800 Personen bezeichneten sich demnach als praktisch blind, das sind 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. 4.600 Österreicher sind an beiden Augen vollblind, rund ein Sechstel davon seit der Geburt.

Bei mehr als jedem zweiten praktisch Blindem wurde die Beeinträchtigung durch Verschlechterung im Laufe der Zeit oder Krankheit verursacht. Jeder vierte an einem Auge Erblindete gab als Ursache einen Unfall an.

Von den 7.800 praktisch blinden Personen waren 5.300 pensioniert, 800 erwerbstätig, 700 Schüler oder Studenten. 55,5 % der praktisch Blinden waren mindestens 70 Jahre alt. Bei rund einem Drittel der praktisch Blinden begann die schwerste Sehbeeinträchtigung in einem Alter von mehr als 60 Jahren.

Jeweils mehr als 70 % der praktisch bzw. beidseitig vollblinden über 60jährigen Personen werden täglich oder wöchentlich bei persönlichen Verrichtungen und alltäglichen Tätigkeiten, wie Einkaufen, unterstützt.

43,4 % mit Sehbeeinträchtigung

3.087.000 Personen weisen mindestens eine Sehbeeinträchtigung auf. Von diesen gaben 86,6 % an, dass die Beeinträchtigung durch Brille, Kontaktlinsen bzw. operativ behoben werden konnte. Kurzsichtigkeit macht im Bereich der behobenen Sehschäden den größten Anteil aus.

407.000 mit nicht behobener Beeinträchtigung

5,7 % der Wohnbevölkerung gaben eine nicht behobene Beeinträchtigung des Sehvermögens an. Beträchtliche Zunahmen gegenüber 1986 traten bei Weit- und Alterssichtigkeit auf (+110.000, 1,5 Millionen, 21 % der Bevölkerung), aber auch bei Starerkrankungen (+46.000, 144.000, 2 % der Bevölkerung beeinträchtigt) und Kurzsichtigkeit (+41.000, 1,2 Millionen, 18 %). Etwas mehr als drei Viertel aller Starerkrankungen entfallen auf den Grauen Star.

40 % aller Sehbeeinträchigten sind 70 Jahre und älter

12 % sind jünger als 30 Jahre. Nahezu jeder Dritte mit Sehproblemen ist zwischen 50 und 69 Jahre alt.

Beinahe drei Viertel der an Star Erkrankten sind mindestens 70 Jahre. 85 % der an Grauem Star Leidenden, 70 % der Alterssichtigen und 60 % der an Grünem Star Erkrankten sind Pensionisten. Ein Viertel der Sehbeeinträchtigten, denen nicht durch Brillen etc. geholfen werden kann, sind erwerbstätig.

 

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