Makuladegeneration
Makula (auch gelber Fleck) ist die medizinische Bezeichnung für die Netzhautmitte, die Stelle des schärfsten Sehens. Bei einer Makuladegeneration geht die zentrale Sehschärfe des Auges ganz oder teilweise verloren.
Die Makuladegeneration verursacht keine Schmerzen.
Beim Lesen machen sich die ersten Anzeichen bemerkbar - im Schriftbild ist ein verschwommener Fleck. Mit der Zeit wird der Fleck größer und im späten Stadium können Gesichter, Straßenschilder usw. nur mehr schemenhaft gesehen werden. Die räumliche Orientierung bleibt jedoch erhalten und durch O & M-Training, LPF-Training und Sehhilfenberatung kann man weitgehend seine Selbständigkeit wiedererlangen.
Viele Menschen sind heute von der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) betroffen. Ursache sind Verschleißerscheinungen in der Unterlage der Netzhaut, dem Pigmentepithel. Diese sind für die Ernährung der Sinneszellen und den Abtransport der Stoffwechselprodukte verantwortlich. Die Zellen erneuern sich nicht und können im Alter langsam absterben.
Es gibt zwei Formen der AMD:
Für AMD gibt es noch keine Therapie, die zur Heilung führt. Der Krankheitsverlauf kann aber verzögert werden.
Bei der trockenen Form durch Vitamintherapie, bei der feuchten Form durch Vitamintherapie, Photodynamische Therapie und Laserkoagulation (Erklärungen dieser Begriffe ganz unten).
Aus einer trockenen AMD kann sich eine feuchte AMD entwickeln. Eine ständige Beobachtung durch den Augenfacharzt ist unbedingt notwendig.
Es wurden einige Risikofaktoren beim Auftreten einer MD festgestellt:
Das Tragen von Sonnehüten und Sonnenbrillen mit UV-Schutz ist eine wichtige Maßnahme. Bei heller Iris ist das von noch größerer Bedeutung als bei dunkler Augenfarbe. Bei gesunder Lebensweise kann das Risiko, an AMD zu erkranken, etwas reduziert werden. Wer über viele Jahre häufig farbiges Obst und Gemüse isst (Spinat, Beeren, Brokkoli, Karotten, Tomaten,...) hat seinen Augen viel Gutes getan. Die in den Pflanzen enthaltenen Farbstoffe sind einerseits Antioxidantien und werden andererseits in die inneren Netzhautschichten eingelagert und wirken dadurch als Lichtschutzfilter. Vitamin C, E und Betacarotin können sich ebenfalls günstig auswirken. Aufs Rauchen sollte verzichtet werden!
Ab dem 40. Lebensjahr ist eine Untersuchung beim Augenfacharzt unbedingt notwendig, damit Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden können!
Wichtig ist auch die Selbstbeobachtung. Eine Hilfe dabei ist der Amsler Netz Test.
Tragen Sie, falls vorhanden, eine Lesebrille und halten einen Abstand von ca. 30 - 40 cm. Dann decken Sie ein Auge ab und sehen einige Sekunden lang auf den Punkt in der Mitte. Wiederholen
Sie das mit dem anderen Auge.
Verbiegungen der Linien, Verzerrungen der Quadrate bzw. fehlende Quadrate sind Hinweise auf eine krankhafte Veränderung der Netzhaut.
Diese Behandlung ist nur im Frühstadium möglich. Ein Medikament wird in die Armvene des Patienten gespritzt. Es reichert sich in den krankhaften Gefäßneubildungen in der Netzhaut an und wird dort durch Laser mit geringer Energie aktiviert. Dadurch wird das neu gebildete Gefäß zerstört. Das Sehvermögen kann eine Zeit lang stabil gehalten werden.
Wuchernde Gefäße werden durch Hitze verödet. Sie wird oft neben der Photodynamischen Therapie eingesetzt.
Mit einer hoch dosierten Vitamintherapie kann erreicht werden, dass sich das Sehvermögen nur langsamer verschlechtert. Es gibt noch kein Vitaminpräparat, das alle erforderlichen Vitamine in einer einzigen Kapsel enthält. Es werden daher Einzelpräparate der Vitamine E, C, Betacarotin und Zink verschrieben. Die Kosten dafür muss der Patient tragen.